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Deutscher Pokalsieger! Unsere Zweite Mannschaft krönt starke Saison in Hamm beim Deutschlandpokal

Nachdem unsere zweite Mannschaft die Gruppenphase der Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen in Hamm mit drei Siegen und einer Niederlage als Gruppenzweiter abgeschlossen hatte, wartete im Viertelfinale ein echter Härtetest. Mit der TuS Germania Schnelsen aus Hamburg wurde den Dossenheimern ein starker Gruppensieger zugelost.

Für die DJK gingen Milan Eufinger, Nicolas Ridinger und Michael Brendle an den Tisch. Milan erwischte einen perfekten Start und ließ seinem jungen Gegner Felix Vietze beim klaren 3:0-Erfolg keine Chance. Anschließend entwickelte sich zwischen Nicolas und Jan Luca Vierle eines der Schlüsselspiele der gesamten Begegnung. Nach verlorenem ersten Satz schien zunächst der Hamburger die Kontrolle zu haben. Doch DJK-Coach Jan-Hendrik Kühni fand in der Satzpause die richtigen Worte. Nicolas spielte mutiger, suchte konsequent die Offensive und kam immer wieder mit seinem Rückhand-Parallel-Topspin durch. Der zweite Satz ging mit 11:2 deutlich an den Dossenheimer. Besonders eng wurde es anschließend in den Sätzen drei und vier, die Nicolas jeweils mit 12:10 für sich entschied.

Nun lag es an Michael, den Vorsprung auszubauen. Gegen Rafael Simon Fernandez verlief der Auftakt ähnlich wie im vorherigen Einzel. Der Hamburger gewann den ersten Satz, doch Michael fand immer besser ins Spiel. Seine Noppe bereitete dem Gegner zunehmend Probleme, gleichzeitig setzte er seine Vorhand immer wieder gewinnbringend ein. Unterstützt von den lautstarken Fans der ersten Mannschaft um Leo Beyer, Jan-Hendrik Kühni und Markus Dobler gingen die folgenden drei Sätze mit 11:4, 11:9 und 11:7 an Michael. Damit fehlte nur noch ein Punkt zum Halbfinaleinzug.

Diesen konnte die DJK zunächst nicht holen. Im Doppel brachte Schnelsen seinen Spielertrainer Sebastian Becker ins Spiel, der gemeinsam mit Vierle das Momentum auf die Hamburger Seite zog. Schnelsen verkürzte auf 1:3. Doch Milan ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit einem 3:1-Erfolg machte er den 4:1-Gesamtsieg perfekt. Mit dem Einzug ins Halbfinale war die Bronzemedaille bereits sicher. Doch die DJK wollte mehr.

Am Sonntagmorgen wartete mit dem TTV Offenbach 1961 der Sieger der Gruppe A. Die Hessen verfügten mit Oliver Giemsa über den wohl stärksten Einzelspieler des gesamten Turniers. Entsprechend ging das Auftaktspiel gegen Milan mit 3:0 an Offenbach. Die Dossenheimer hatten sich jedoch vorgenommen, die übrigen Positionen konsequent auszunutzen. Nicolas und Michael gewannen ihre Einzel jeweils mit 3:0 und brachten die DJK mit 2:1 in Führung.

Die Vorentscheidung fiel anschließend im Doppel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden Milan und Nicolas immer besser ins Spiel. Besonders in den längeren Ballwechseln waren die Dossenheimer überlegen und sicherten sich die Partie in vier Sätzen. Mit dem 3:1-Zwischenstand war das Finale zum Greifen nah.

Fast hätte Nicolas anschließend sogar für eine große Überraschung gesorgt. Gegen Oliver Giemsa spielte er phasenweise überragendes Tischtennis und brachte den Offenbacher Spitzenspieler mit druckvollen Topspins immer wieder in Bedrängnis. Erst im fünften Satz setzte sich Giemsa knapp durch. Im Anschluss ließ Milan gegen Felix Bauch nichts anbrennen. Der Finaleinzug war perfekt.

Im Endspiel wartete mit dem TSV Gräfelfing aus München ausgerechnet jene Mannschaft, gegen die die DJK in der Gruppenphase noch mit 2:4 verloren hatte. Auf dem Papier sprach vieles für die Bayern, die auf den Spitzenpositionen mit erfahrenen Verbandsligaspielern besetzt waren.

Milan brachte die DJK mit einem 3:1-Erfolg gegen Gerd Niederleithner in Führung. Im Anschluss traf Michael auf Werner Schaffer, der Ende der 1990er Jahre sogar in der 2. Bundesliga gespielt hatte. In der Gruppenphase hatte Michael noch klar verloren. Dieses Mal stellte Michael seine Taktik um, spielte deutlich häufiger mit seinem Störbelag in die tiefe Vorhand und suchte konsequent den eigenen Angriff. Der Plan ging voll auf. Die DJK führte 2:0. Gräfelfing schlug jedoch zurück. Florian Meindl gewann gegen Nicolas, anschließend ging auch das Doppel an die Bayern. Beim Stand von 2:2 war das Finale wieder völlig offen.

Nun stand Milan gegen Werner Schaffer am Tisch. Der Start verlief denkbar schlecht. Schnell lag der Dossenheimer mit 0:2 Sätzen zurück. In der Satzpause gab Coach Jan-Hendrik Kühni nochmals klare taktische Anweisungen. Milan setzte diese konsequent um. Mit 11:6, 11:6 und 11:2 gewann er die folgenden drei Sätze und sorgte für die erneute Führung der DJK.

Damit lag die Entscheidung in den Händen von Nicolas. Gegen Niederleithner spielte Nicolas zunächst nahezu fehlerfrei. Er gewann die ersten beiden Sätze und führte im dritten bereits mit 6:1. Doch der Münchner kämpfte sich noch einmal zurück. Beim Stand von 6:7 nahm Jan-Hendrik eine wichtige Auszeit. Nicolas konzentrierte sich wieder auf seine Stärken, spielte mutig nach vorne und setzte die entscheidenden Angriffe. Wenige Minuten später war es geschafft. Mit dem verwandelten Matchball stürmten Milan und Michael auf den Court und fielen Nicolas jubelnd in die Arme. Unsere zweite Mannschaft ist Deutscher Pokalsieger der Leistungsklasse C.

Zum erfolgreichen Team gehört auch Roland Eichhorn, der in der Gruppenphase wichtige Punkte beisteuerte. Seine beiden Einzelsiege im Auftaktspiel gegen den USV Jena sowie mehrere wichtige Erfolge in den Doppeln waren ein wesentlicher Baustein für den Einzug in die K.-o.-Runde. Gemeinsam mit Milan Eufinger, Nicolas Ridinger und Michael Brendle schrieb Roland damit ein Stück Vereinsgeschichte. /mb